Über den Unsinn von Pool-Redaktionen

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Man hört das ja immer wieder: Schlaue Verleger bilden Pool-Redaktionen für ihre Titel. Das sind mitnichten Redaktionen, die am Pool sitzen, gemütlich den Laptop auf dem Schoß und den Drink auf dem Tischchen nebendran. Die Kasse4 nimmt sich dem unsäglichen Thema jetzt mal so richtig an. Weiterlesen „Über den Unsinn von Pool-Redaktionen“

So bitter, so wahr: Klaus Harpprecht über die Zeitungskrise

„Indiviualität, Konkurrenzgesinnung, Eitelkeit, die täglich ihre Bestätigung sucht, die Überzeugung, unentbehrlich, zugleich die Furcht, morgen vergessen zu sein, pure Existenzangst – tausend Motive, die zusammenwirken, um dem Heer der Journalisten das aufzunötigen, was ihrem Selbstverständnis radikal widerspricht:  Gehorsam. Haben Redaktionen in den letzten Jahrzehnten gestreikt? Zogen sie mit Spruchbändern, roten Mützen und markig skandierten Sprüchen durch die Straßen? Besetzten sie Druckereien? Nichts davon. Ein fast leeres Streiflicht auf Seite eins der „Süddeutschen Zeitung“ war die dramatischste Aktion, zu der sich die Kollegenschaft entschloss, um ihren Protest gegen die Entlassungen sichtbar zu machen.

Klaus Harpprecht in der „taz“ über die Zeitungskrise, zitiert  aus „Journalist“ 8/2003

Theodor Fontane über Musik- und Theaterkritik (1871)

Manches wurde bereits vor langer Zeit gesagt, so auch dieses hübsche Fundstück. Theodor Fontane meinte 1871 zum Thema Musik- und Theaterkritik: „Wir sind nicht dazu da, öffentliche Billets doux zu schreiben, sondern die Wahrheit zu sagen, oder doch das, was uns als Wahrheit erscheint. Denn die Anmaßung liegt uns fern, uns als eine letzte, unfehlbare Instanz anzusehn, von der kein Appell an Höheres denkbar ist“. (Zitiert von Marcel Ranicki in der F.A.S.).

Dem ist wenig hinzuzufügen, thanks, Theodor!