Überraschung im ZDF: Mit dem Song „Aus dir Mutter“ setzte Westernhagen bei der Spendengala zugunsten der Opfer des Erdbebens in Haiti ein beeindruckendes musikalisches Zeichen. Das war richtig gut und mit knapp 18 Millionen Euro Spendenergebnis kann man auch hier nur sagen: Chapeau – und jetzt schnell rüber mit der Kohle an die Bedürftigen.
Kategorie: Täglich gehört und gesehen
Wie der Name bereits sagt: Was der Kasse4 im täglichen Betrieb so alles auffällt.
Placebo räumen bei Leserumfrage ab

Eine meiner absoluten Lieblingsbands (zugegeben!) – Placebo – haben bei einer Leserumfrage des Magazins Rock Sound so richtig abgeräumt: In sechs Kategorien tauchten die Jungs unter den Top 10 auf. „The Never Ending Why“ beispielsweise bei „Video des Jahres“ (Platz 5) und „Beste Single“ (Platz 6), des weiteren gab es Platzierungen in den Kategorien „Best British Band“, „Album of 2009“, „Eye Candy Of The Year“ und „Best Live Band“. Kann ich alles unterschreiben und ernstgemeinte Zweifel dran sollte es auch im Rest des Universums nicht geben.m.
Zum Artikel über das Leser-Voting
Die heutige Playlist: „Deutschland sucht den Superstar“ heute nachmittag auf RTL: Meine Güte, was für eine Freakshow. Was bedeutet es für uns als Gesellschaft, Spaß dran zu finden, dem zuzusehen? Ich weiß es nicht, aber es kann eigentlich nichts gutes bedeuten…
Anna und „La Traviata“: Die Schönsten im Lande!
3sat, von mir kurz nach Silvester für die grauenvolle Auswahl der Live-Mitschnitte gerügt (02.01.10 – https://kasse4.wordpress.com/2010/01/02/3sat-an-silvester-naja/), hat vergangenes Wochenende die „schönste Oper aller Zeiten“ gekürt nach einem relativ aufwändigem Zuschauervoting. Das Ergebnis, tusch!: „La Traviata“. Traviata? Da war doch was? Ja genau, Anna Netrebko und Rolando Villazon, die sich inmitten der 2005er Inszenierung der Salzburger Festspiele in schamloser Manier durch die Gegend jagen und dabei singen. Jetzt stellt sich also die Frage, ob der typische 3-Sat-Konsument den Reizen von La Netrebko widerstehen und neutral urteilen konnte? Egal, wenigstens hat die „Zauberflöte“ mal nicht gewonnen. Egbert Tholl zieht in der „SZ“ das passende Fazit: „Die Wahl bestätigt also eher Anna Netrebko als schönste Opernsängerin aller Zeiten. Das stimmt zwar, bringt der Gattung insgesamt aber wenig“. m.
Die heutige Playlist:
The 69 Eyes – Back in Blood. Fans sprechen von der nächsten Evolutionsstufe des Gothic-Hardrocks. Ich sprech davon, dass die Scheibe nervt und langweilt. Muss man nicht gehört haben, beileibe nicht.
Auf der Playlist: Brandi, Lisa und Ina
Drei CD-Kritiken gab es an diesem Tag an der Kasse4: Lisa Mitchell, Brandi Carlile und Ina Müller. Schönheit vor Alter. Nachzulesen in der Rubrik CD-Kritiken.
Don’t believe the hack: Van Morrison wieder entspannt
Lustige Randnotiz aus der „F.A.S.“ vom vergangenen Sonntag: Demnach hat Bluesgott Van Morrison auf seiner eigenen Website lesen müssen, dass er mit 64 zum vierten Mal Vater geworden sei. Und dass die Mutter seines Kindes eine andere Frau als seine Ehefrau sei. Im Dementi war dann die Rede davon, dass Hacker sich der Site des Musikers zueigen gemacht hatten. Hacker mit seltsamen Humor, wie mir scheint. Warum ausgerechnet Van The Man? m.
Ina Müller staubt Journalisten-Preis ab

Gratulation, Ina Müller – die smarte Hamburger Sängerin und Moderatorin darf sich nun auch zu den 100 wichtigsten Journalisten Deutschlands zählen! Das Fachmagazin „medium magazin“ hatte zur Wahl gerufen und Frau Müller könnte sich in der Kategorie „Unterhaltung“ auf Platz zwei verewigen. Vor ihr steht nur Kai Diekmann (halte man davon, was man wolle…).
Ina Müller hat es jedenfalls verdient, die Hamburgerin, die ihre Talente ganz pragmatisch mal mit „singen, sabbeln, saufen“ beschrieben hat (und damit nicht daneben liegt!) ist seit Jahren das Beste, was Fernsehen zu bieten hat. Schlechter platziert, by the way: Christoph Süß, Henryk M. Broder, Hans Zippert und Grissemann/Stermann (!). Lauschen wir jetzt der Begründung des Fachmagazins für die Platzierung:
„… weil sie 2009 „Inas Nacht“ erfolgreich in die ARD gebracht hat. Mit Müller, die Chanson und Kabarett gleichermaßen beherrscht und zudem das Plattdeutsche pflegt, hat der NDR einen echten Glücksgriff getan – und ihr 2009 mit „Stadt, Land, Ina!“ gleich die nächste Sendung anvertraut. Müller ist zudem die erste nicht-peinliche Trägerin des Deutschen Comedypreises“.
Ich möchte bescheiden ergänzen:
„… weil Sie mit „Inas Nacht“ eine Fernsehsendung macht, während der man Lachen und Staunen kann, während der die großartigsten deutschen Künstler und Bands auftreten, die es gibt, während der man Gäste von Seiten entdecken kann, die man noch nicht in x-Interviews gelesen hat. Weil Ina Müller eine wunderbare Art hat, mit Menschen umzugehen und weil sie als Erfinderin des gepflegten Altfrauen-Witzes in die Geschichte eingehen wird“.
Chapeau, Frau Müller, und das mit der „Journalistin“ müssen Sie ja nicht so ernst nehmen, das vergeht auch wieder 🙂 m.
Elvis wird 75, na und?
Einmal muss es gesagt werden: Wen sollte es kümmern, dass Elvis heute 75 Jahre alt geworden wäre? Mich definitiv nicht, ich werde eher an Geburtstagen von Zucchero (der noch laaange leben soll!) oder den Todestagen von Vic Chesnutt oder Esbjörn Svensson ein Glas erheben und gedenken. Elvis? Nunja, „Love Me Tender“ (in ganz schwachen Momenten), „Return To Sender“ (funktioniert immer) oder vielleicht auch „Suspicious Minds“ und „It’s Now Or Never“. Und was war es auch schon. Lasst ihn ruhen, nicht allem, was Trilliarden Platten verkauft hat, muss gedacht werden. m.
P.S.: Kennt ihr den wunderbaren Tatort „Elvis lebt!“ aus dem Jahre 2001? Mit Harald Krassnitzer und Roswitha Szyszkowitz als Ermittler? Ganz großer Spaß, die beiden ermitteln ja im Umfeld einer notorischen Wilderer-Familie, die furchtbar auf Elvis abfährt. So stelle ich mir Die-Hard-Elvis Fans vor. Einschalten, wenn er mal wieder wiederholt wird!
Die heutige Playlist:
Wilco – Wilco (nett, gut, aber kein vom Hocker-Reisser)
Devin Townsend – Ki (gäääähn)
The Sons – Visiting Hours (schwer zu sagen, einerseits super-catchy, andererseits in der Vielzahl an Ideen und Zitaten hart an der Grenze zur Beliebigkeit)
Smashing Pumpkins schenken den Fans ein Lebenszeichen
Die Smashing Pumpkins melden sich langsam wieder zurück an der Front: Derzeit ist auf der Bandwebsite eine Kostprobe vom kommenden Album umsonst hör- und downloadbar. „A Song For A Son“ heißt das Stück, das dazugehörende Album soll auf den viel versprechenden Namen „Teargarden By Kaleidyscope“ hören, eines Tages.
Entspannt hört er sich an, der Herr Corgan, der Song beginnt mit einem Klavierintro und die Zeichen stehen auf Ballade. Gleichzeitig mit Corgan setzt nach 50 Sekunden eine akustische Gitarre ein und schmeichlerisch klingt des Meisters Stimme sowieso. Wie immer – man hört ihr gerne zu und bewundert die Mischung aus Kontouren und Gefühl. Nach zwei Minute darf eine dezent angezerrte E-Gitarre sich um den Gesang schlängeln und teilweise sogar zweistimmig jubilieren. Danach kommen weitere Soli und im letzten Drittel lässt die Band den Song entspannt aber ein wenig langweilig ausklingen.
Das alles macht einen sehr sympathischen Eindruck, man kann sich kaum dagegen verschließen, zumal aus Corgans Feder in den letzten Jahren sicherlich schon schlechteres zu hören war. Ob ein brauchbares Album dabei herauskommen wird, wird man hören. Good luck, Billy, die Kasse4 ist gespannt!
Hier gibt’s den Song zum Download: http://smashingpumpkins.com.s3.amazonaws.com/player/mp3/A-Song-For-A-Son.mp3
Tatort – „Weil Sie böse sind“

War das nicht großartige Unterhaltung am Sonntag abend? „Weil Sie böse sind“ dürfte als einer der besten Tatorte der Frankfurter Ermittler in die Geschichte eingehen, denn spannender und abwechslungsreicher geht es kaum, ich habe es geliebt! Kongenial wird hier mit dem Begriff „böse“ gespielt: Herr und Frau Kommissar beharken sich um eine Beförderung, die Geschwister Staupen sind irgendwie durchgeknallt und auf ganz anderen Trips unterwegs als der Rest (wie wunderbar: Adele Neuhauser als Freya Staupen und Peter Davor als Michael Staupen!) und so entspinnt sich ein lustiger, teils bitterböser und immer präzise beobachtender Krimi um einen Mörder, der keiner sein will und einen Mörder, der gern einer wär, es aber nur schafft, die Bälle in der Luft zu halten. Bis zum Finale … Props an den Regisseur Florian Schwarz! Endlich mal wieder ein Tatort, bei dem ich nicht eingeschlafen bin!
Hüpfen, gröhlen, schön: Chase The Sun von Planet Funk
Was eine Dart-WM doch für Überraschungen bereithalten kann: Während dem diesjährigen Contest (seltsamerweise am Anfang des Jahres platziert) vergnügten sich die Zuschauer bei der Dart WM – fragt mich nicht nach Details, jedenfalls hat der mighty Phil Taylor ziemlich souverän gewonnen – in den Pausen mit dem Song „Chase The Sun“ von Planet Funk. Erstklassige Mitgröhlqualität!
Netzrecherchen zufolge ist „Chase The Sun“ eine uralte Nummer einer italienischen Dancecombo und bereits 2001 als Single erschienen. Wieder eine Chance vertan, mit der Kasse4 den nächsten Trend vorherzusagen, Mist aber auch. Denn „Chase The Sun“ stelle ich mir schon jetzt als omnipräsenten Mitgröhl-Nachfolger von „Seven Nation Army“ bei der kommenden Fußball-WM vor!
Da-Da-Daaa-Da-Da-Daaaa-Damm ist out, jetzt heißt es
Dü-Dü-Düü-Dü-Düü-Dü-Dü-Düüüü!
Nachhören unter: http://www.dailymotion.com/video/x1z58o_planet-funk-chase-the-sun_music
Mehr zur Dart WM (PDC und so): http://www.dartn.de/page.asp?id=FBC5E87F-732C-48FF-95F4-D18D2CAF8BBB
Mehr zur Band: http://www.myspace.com/planetfunkx
… und dann mithüpfen und sich bei der Kasse4 bedanken. Ein echter Insider by the way: Ich vermute mal, dass die Parlotones im Sommer diesen Jahres GROSS sein werden. SEHR groß! m.
